Amphibienschutz

Regionaler Amphibienschutz in Wolfsburg

Bereits seit 1984 gibt es in Wolfsburg Amphibienschutz durch den BUND.

 

Nackt und nass und manchmal quakt´s

Wer kennt sie nicht, diese Verwandlungskünstler: Sowohl im Wasser als auch an Land sind sie zu Hause, und manche machen sich durch lautes Quaken bemerkbar.

Frösche, Kröten und Unken, Molche und Salamander gehören zur faszinierenden Welt der Amphibien, auch Lurche genannt. Insgesamt gibt es 21 heimische Arten.

Vor allem während der Laichzeiten sind die Lurche in Gefahr: Jedes Jahr werden Tausende Kröten und Frösche während ihrer Wanderungen Opfer des Straßenverkehrs.

Aber nicht nur der Verkehr bedroht die Amphibien: Noch problematischer ist die Zerstörung von Lebensräumen und Laichgewässern und die zunehmend eintönige Landschaft. Denn die Lurche können langfristig nur überleben, wenn ihre Lebensräume erhalten bleiben. Der Alpen-Kammmolch und die Rotbauchunke sind unmittelbar vom Aussterben bedroht, mancherorts sogar schon verschwunden. Viele andere Populationen sind bedenklich zurückgegangen. Wie stark die verschiedenen Arten bedroht sind, belegt die Rote Liste.


 

Schutz des Feuersalamanders

Foto: BUND Wolfsburg

Zwischen Barnstorf und Waldhof hat eine bedeutende Population des stark gefährdeten Feuersalamanders (ca. 150-200 Tiere) ihre Heimat. Eine Anliegerstraße zwischen den beiden Ortschaften zerschneidet den Lebensraum der Tiere. Dies führt dazu, dass viele Todesfälle bei den Amphibien aufgrund des Autoverkehrs zu beklagen sind.

Der BUND Wolfsburg setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz der stark gefährdeten Art vor Ort ein. Mittlerweile wurde die Installation von Schranken erreicht, die den Verkehr zumindest zur Abend- und Nachtzeit unterbindet.

Der Feuersalamander: Er ist lebendgebärend. 15-20 Larven werden einmal im Jahr lebend im kalten und beschatteten Quellbach im Barnstorfer Wald abgesetzt. Die Larven entwickeln sich hier innerhalb von etwa drei Monaten zu kleinen Jungsalamandern.

Innerhalb der letzten 12 Monate kamen, trotz Schranken, viele Tiere durch den Straßenverkehr zu Tode.
Angesichts der überschaubaren Größe der Population und der sehr niedrigen Anzahl an Nachkommen ist bereits der Verlust einzelner ausgewachsenen Feuersalamander dramatisch und kann zum Verlust des gesamten Bestandes führen. Barnstorf, Waldhof und damit auch die Stadt Wolfsburg würden ein Alleinstellungsmerkmal, ein Juwel der Natur verlieren.

Der BUND appelliert an die Bewohner beider Ortschaften, auf die Nutzung der Straße auch dann freiwillig zu verzichten, wenn die Schranken geöffnet sind. Der einzukalkulierende “Umweg” beträgt ca. 1 Minute. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Arterhalt. 

Vielen Dank an alle Fahrzeugführer, die durch ihre Rücksichtnahme zum Schutz der Feuersalamander beitragen!

Das Foto zeigt einen von mehreren im Dezember 2025/Januar 2026 überfahrenen Feuersalamander.