Bericht über die Fahrradtour zum Thema Renaturierung von Fließgewässern am Beispiel der Schunter zwischen Ochsendorf und Beienrode am 05.07.2025
Ort: Schunter zwischen Beienrode und Ochsendorf
Treffpunkt war der Parkplatz am Ortseingang Ochsendorf. Pünktlich um 10:00 Uhr ging es von dort mit dem Fahrrad zum ersten Halt an der Brücke über die Schunter hinter Ochsendorf. Dort erklärte Edith Büscher Wenst anhand von Karten das Projekt „Renaturierung der Schunter zwischen Ochsendorf und Beienrode“, dass sie die Jahre zuvor als Angestellte des NLWKN’s federführend geplant hatte. Die Durchführung begann im November 2024 und wird voraussichtlich mit letzten noch durchzuführenden Maßnahmen in diesem Sommer abgeschlossen.
Am Wassererkundungsplatz Beienrode
Nach den sehr ausführlichen Erklärungen zur Renaturierung der Schunter ging es zu zwei weiteren Punkten, von denen man einen guten Überblick über dieses Großprojekt erhielt.
Dann ging die Rundtour entlang des Rieseberger Moores zum vorletzten Haltepunkt, einem typischen Sand-Magerrasen. Auf einem Infoschild stand viel Wissenswertes über diesen sehr gefährdeten Lebensraumtyp. Nur einige Meter davon entfernt gab es noch einen Augenschmaus in Form eines größeren Bestandes der Sand-Strohblume, einer Charakterart solcher Sand-Standorte.
Zum Schluss machte die Gruppe noch einen kurzen Stopp im Pappelhof. Hier befindet sich ein Denkmal, das an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.
Die Fahrradtour dauerte am Ende 2,5 Stunden und ging über knapp 14 Kilometer.
Bericht über die Fahrradexkursion ökologischer und nachhaltiger Städtebau
Exkursionsbericht über die am 18. Mai 2025 vom BUND Wolfsburg und der Heimat-und Verkehrsverein Fallersleben durchgeführte Gemeinschaftsradtour durch die Wolfsburger Stadtteile Hellwinkel-Terrassen und Steimker Gärten. Zentrales Thema war die klimataugliche Ausführung der beiden Stadtteile.
Hellwinkel-Terassen
Tourenleiter Jörg Hoffmann erläuterte zunächst die Hellwinkel-Terrassen zwischen der Reislinger Straße und dem etwa 300m südlich gelegenen Waldstück. Die zwei 12-geschossigen Hochhäuser an der Südwestecke des Stadtteils sind herkömmlicher Bauart. Sie haben jedoch in jeder Etage eine andere Grundrisseinteilung der Wohnungen. Die meist 3 bis 4-geschossigen Gebäude sind größtenteils mit Tiefgaragen unterkellert und stehen teilweise zu dicht nebeneinander. Die künstlichen über den Tiefgaragen angelegten Grünanlagen haben keine Verbindung zum gewachsenen Boden und zum Grundwasser. Hecken vor den Eingangsbereichen sowie schmale Rasenflächen wirken nicht im Sinne klimagerechter Naturgestaltung. Einige Gebäude wurden mit Rankhilfen versehen, um die Außenwände mit Klettergewächsen zu begrünen und damit ein sommerliches Aufheizen zu vermeiden. Das braucht natürlich eine gewisse Zeit.
Eine Besonderheit in den Hellwinkel-Terrassen werden zwei Holzhochhäuser, bei denen zurzeit die Tiefgaragen im Bau sind. Die Hochhäuser bestehen außer dem Treppenhaus und dem Fahrstuhlschacht, die aus Brandschutzgründen aus Stahlbeton erstellt werden, komplett aus ökologischen Baumaterialien.
Steimker Gärten
Die Steimker Gärten nördlich der Nordsteimker Straße werden von einer hufeisenförmig umlaufenden Schwammstadt umgeben. Mit diesem Prinzip werden durch große Mulden in der Landschaft Starkregenmengen aufgenommen, die dann durch Versickerung an das Grundwasser abgeben werden.
Ein kleines Einkaufszentrum hat zu wenig Barrierefreiheit. Eine Straßenschlucht erinnert an Chicago. Die 5 bis 6-geschossigen Bauten lassen kein lebenswertes Wohngefühl aufkommen.
Zum Ende der Radtour waren sich die Teilnehmer einig, dass neue Wohngebiete in Wolfsburg noch längst nicht den Anforderungen des Klimawandels entsprechen.
Insbesondere die zu große Flächenversiegelung und der zu hohe Bestand von Individualfahrzeugen müssen in Zukunft ein Umdenken erzeugen.
Vogelkundliche Wanderung im Hasselbachtal am 1. Mai 2025
Im Rahmen des Exkursionsprogrammes des BUND Wolfsburg gab es am 01.05.2025 wie schon im letzten Jahr eine vogelkundliche Wanderung durch das Hasselbachtal. Die Exkursionsleiterin Tanja Radau erzählte den 13 TeilnehmerInnen wieder viel Wissenswertes über die verschiedenen Vogelarten.
Zunächst konnte die Gruppe an diesem sonnigen Morgen auf dem Weg zum Wald den flötenden Gesang der Mönchsgrasmücke, den melodischen Gesang des Fitis aus hellen, abfallenden Tönen sowie den namensgebenden Gesang des Zilpzalps hören. Im Wald war es aufgrund des geschlossenen Kronendachs recht dunkel und die Intensität des Vogelgesangs nahm ab. Dennoch war der Zaunkönig mit seinem stimmgewaltigen, schmetternden Gesang zu hören. Das Rotkehlchen sang leise mit melodischen, herabperlenden Tönen. Der zwitschernde Trauerschnäpper ließ sich hoch oben auf einem Zweig bei der Gefiederpflege beobachten. Der scheue Pirol war zwar sehr gut an seinem geflöteten „didlioh“ zu hören, aber im dichten Blätterdach nicht zu sehen. Auf einer Lichtung sang der Gartenrotschwanz sein wehmütiges Lied. Diese Art ist aufgrund des Verschwindens von geeigneten Lebensräumen (lichte Wälder mit hohem Anteil an Altholz, Streuobstwiesen, extensiv genutztes Grünland) in Deutschland immer seltener geworden. In Bereichen mit Nadelbäumen hielt sich einer von Europas kleinsten Singvögeln, das Sommergoldhähnchen auf. Auch diesen Vogel bekommt man selten zu sehen, er lässt sich aber an den sehr hohen „ziziziziit“-Lauten erkennen. Zum Abschluss der Wanderung ließ der Waldlaubsänger seinen metallisch schwirrenden Gesang hören. Zwischen diesen Strophen sang er auch sein „tüh-tüh-tüh-tüh-tüh-tüh“.
Im Vergleich zur letzten vogelkundlichen Wanderung durch das Hasselbachtal am 01.05.2024 wurden fünf Vogelarten weniger beobachtet.
Hier die Liste der diesjährigen Beobachtungen:
Vogelkundliche Wanderung im Vorsfelder Drömling am 11. Mai 2025
Am 11.05.2025 führte der BUND im Rahmen des Exkursionsprogrammes eine vogelkundliche Wanderung durch den Vorsfelder Drömling durch.
Als die Exkursionleiterin Ronja Schwenkler Sonntagfrüh zum Drömling-Stadion kam, staunte sie nicht schlecht, als dort eine große Menschentraube auf etwas wartete. Die insgesamt 17 Personen waren nicht etwa für ein Fußballspiel hier, sondern für die in der Presse angekündigte Vogelexkursion.
"Das Wetter spielte auch super mit, beste Voraussetzungen für einen wunderschönen Morgen in der Natur. Bereits auf dem kurzen Stück bis zur kleinen Aller konnten wir einige Vogelarten hören und beobachten. Neben Nachtigall und Zilpzalp auch Heckenbraunelle, Klappergrasmücke, Bachstelze und einige weitere. Als wir dann am Fluss entlang wanderten, ging es nur noch langsam voran, so vielfältig waren die Vögel und so interessiert die Teilnehmenden! Im weiteren Verlauf der Exkursion konnten wir das Quartett der vier häufigen Grasmückenarten - Mönchsgrasmücke, Gartengrasmücke, Dorngrasmücke und Klappergrasmücke - komplett hören und dann noch den Unterschied zwischen Feldschwirl und Rohrschwirl. Auch gaben uns die Rohrsänger mehrfach die Gelelegenheit, die Arten Teichrohrsänger, Drosselrohrsänger und Schilfrohrsänger zu vergleichen – sowohl musikalisch als auch optisch. Außerdem konnten wir Rohrammer und Schwarzkehlen, beide mit schwarzem Kopf, im Röhricht beobachten. Wie immer freuten sich alle über den tropisch anmutenden Gesang des Pirols und wollten so gerne mal einen Blick auf ihn erhaschen. Ein weiteres Highlight war ein Neuntöter-Pärchen, das wir eine Weile beobachten konnten. Auf dem Rückweg am Kanal erhaschten manche von uns einen schnellen Blick auf einen Flussuferläufer, bevor er davonflog. Insgesamt eine sehr schöne Exkursion mit einer Menge Vögel, bestem Wetter und vielen interessierten Teilnehmenden."
Artenliste (50 Arten):
Amsel, Bachstelze, Blässhuhn, Blaumeise, Buchfink, Dorngrasmücke, Drosselrohrsänger, Elster, Fasan, Feldlerche, Feldschwirl, Flussuferläufer, Gartengrasmücke, Gartenrotschwanz, Goldammer, Graugans, Graureiher, Grünfink, Grünspecht, Hausrotschwanz, Haussperling, Heckenbraunelle, Höckerschwan, Klappergrasmücke, Kohlmeise, Kormoran, Kranich, Kuckuck, Mauersegler, Mäusebussard, Mönchsgrasmücke, Nachtigall, Neuntöter, Pirol, Rabenkrähe, Rauchschwalbe, Ringeltaube, Rohrammer, Rohrschwirl, Rotmilan, Schilfrohrsänger, Schnatterente, Schwarzkehlchen, Singdrossel, Star, Stieglitz, Stockente, Turmfalke, Zaunkönig, Zilpzalp.