Schutz des Feuersalamanders in Wolfsburg
Toter Feuersalamander zwischen Barnstorf/Waldhof. Foto: BUND Wolfsburg
Zwischen Barnstorf und Waldhof hat eine bedeutende Population des stark gefährdeten Feuersalamanders (ca. 150-200 Tiere) ihre Heimat. Eine Anliegerstraße zwischen den beiden Ortschaften zerschneidet den Lebensraum der Tiere. Dies führt dazu, dass viele Todesfälle bei den Amphibien aufgrund des Autoverkehrs zu beklagen sind.
Der BUND Wolfsburg setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz der stark gefährdeten Art vor Ort ein. Mittlerweile wurde die Installation von Schranken erreicht, die den Verkehr zumindest zur Abend- und Nachtzeit unterbindet.
Der Feuersalamander: Er ist lebendgebärend. 15-20 Larven werden einmal im Jahr lebend im kalten und beschatteten Quellbach im Barnstorfer Wald abgesetzt. Die Larven entwickeln sich hier innerhalb von etwa drei Monaten zu kleinen Jungsalamandern.
Innerhalb der letzten 12 Monate kamen, vor allem aufgrund von Sabotagehandlungen an den Schranken, viele Tiere durch den Straßenverkehr zu Tode.
Angesichts der überschaubaren Größe der Population und der sehr niedrigen Anzahl an Nachkommen ist bereits der Verlust einzelner ausgewachsenen Feuersalamander dramatisch und kann zum Verlust des gesamten Bestandes führen. Barnstorf, Waldhof und damit auch die Stadt Wolfsburg würden ein Alleinstellungsmerkmal, ein Juwel der Natur verlieren.
Der BUND appelliert an die Bewohner beider Ortschaften, auf die Nutzung der Straße auch dann freiwillig zu verzichten, wenn die Schranken geöffnet sind. Der einzukalkulierende “Umweg” beträgt ca. 1 Minute. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Arterhalt.
Vielen Dank an alle Fahrzeugführer, die durch ihre Rücksichtnahme zum Schutz der Feuersalamander beitragen!
Das Foto zeigt einen von mehreren im Dezember 2025/Januar 2026 überfahrenen Feuersalamandern.